| Geboren am: | 04.11.1963 |
| Beruf: | Dipl.-Ing. für Elektrotechnik und Elektronik |
| Graduierung: | 6. Dan |
| Aktiv seit: | 1975 |
| Verein: | SV Schmalkalden |
Seit weit über 30 Jahren ist die Internationale Kampfrichterin Angelika Wilhelm dem Judo bereits treu. Sie ist für die Paralympischen Spiele nominiert worden, nachdem sie bereits mehrfach schon bei EM und WM der Sehbehindertenjudoka und bereits zu den Paralympics in Athen tätig war.
Dazu gibt es auch eine spezielle Vorbereitung. In internationalen Seminaren werden die Besonderheiten für die Sehbehindertenjudoka spezieller besprochen.
Sie musste sich immer ihren fünf Jahre älteren Bruder zur Wehr setzen und wollte schon immer kämpfen und raufen. Da passte Judo als Sportart so richtig. Sie schaffte es einstmals bis zur Vize-DDR-Meisterin. Allerdings spielte irgendwann die Gesundheit nicht mehr mit und ein Bandscheibenvorfall ließ weitere eigene große Erfolge in die Ferne rücken.
Im Verein wurde sie jedoch schon frühzeitig gefördert und gefordert, insbesondere durch ihren Trainer, der selbst auch Kampfrichter war. Sie erwarb die Trainer-A-Lizenz und hatte bereits 1988 in Budapest die Prüfung zur Kampfrichter-IJF-B-Lizenz. Im Jahr 2000 folgte dann die IJF-A-Prüfung in Seoul.
In dieser Zeit wirkte sie zehn Jahre lang als hauptamtlicher Trainer am Trainingszentrum Schmalkalden in Thüringen. Nunmehr arbeitet die diplomierte Ingenieurin für Elektrotechnik und Elektronik bereits seit einigen Jahren als Berufsschullehrerin und unterrichtet Mathematik und Informatik.
„Judo ist für mich eine ganz außergewöhnliche Sportart. Die körperliche Vielseitigkeit, wichtige Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, Selbstbewusstsein, Ehrgeiz, aber auch Gerechtigkeitsgefühl und Fairness haben mich persönlich geprägt“. Auch helfen ihr die Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen aus der Trainerarbeit jetzt im Job als Lehrerin.
Ihre Freizeit verbringt sie mit ihren Hunden, sie wandert gern und hört Musik.
Auf Beijing blickt Angelika Wilhelm erwartungsvoll. „Ich freue mich auf das olympische Flair und hoffe auf schönes Judo mit hoffentlich vielen Medaillen für die deutschen Athleten.“ Ganz persönlich würde sie sich über einen Finaleinsatz sehr freuen.
Text und Foto: Birgit Arendt
Eigene Entwicklung als Kari und Trainer, auf die Erfolge meiner Schützlinge
Mein Vater, weil … er war Lehrer (mein Traumberuf) und auf jede Frage hatte er eine Antwort. Er war fit wie ein Turnschuh und immer gut drauf
Meinem Trainer und Weggefährten Hans-Dieter Clemen; er hat uns als Athleten geformt und war und ist seit 50 Jahren bis heute uneigennützig für seine Schützlinge da. Einen Orden für sein Lebenswerk!