| Geboren am: | 29.11.1983 |
| Größe: | 1,71 m |
| Beruf: | Student - Sozialwissenschaften |
| Graduierung: | 2. Dan |
| Trainer: | Carmen Bruckmann, Stefan Saueressig |
| Verein: | 1. Mannheimer JC |
Bereits mit 16 Jahren nahm er das erste Mal an Paralympischen Spielen in Sydney teil. In Athen als zwanzigjähriger gewann er dann bei seinen zweiten Spielen Bronze. Nun werden es für ihn die dritten Paralympics sein, an denen Sebastian Junk teilnimmt. Und er ist gerade mal am Anfang des besten Judo-Alters!
Mit zehn Jahren begann Sebastian in einer Schul-Arbeitsgemeinschaft mit Judo. Bereits zuvor und auch noch weiter nebenbei trainierte er Leichtathletik.
Er ist von Geburt an stark sehbehindert und hat ebenfalls eine Sehkraft von unter 10%. „Es ist für mich schwer zu erläutern, was ich für eine Sehschwäche habe, da ich ja schon immer so gesehen habe. Die Nähe geht ganz gut, aber die Ferne ist schlecht“, versucht er, seine Sehbehinderung umgangssprachlich und für alle verständlich zu formulieren.
Auf jeden Fall probierte er es anfangs in einer normalen Grundschule und wechselte dann zur Sehbehindertenschule in Neuwied bzw. nach Marburg. Judo hat er allerdings schon immer mit Normalsehenden trainiert.
Heute ist er Student der Sozialwissenschaften.
Der Judo-Sport ist für ihn schon längst zum Leistungssport geworden. Bereits mit 15 Jahren bekam er die Möglichkeit an einer Europameisterschaft teilzunehmen. Seine Ergebnisse und sein Können brachten ihm dann schon die schnelle Qualifikation für Sydney.
Für Peking war die Qualifikation nach einer langen Verletzungsphase recht schwierig und umständlich. Aber er hat es geschafft und freut sich nun auf seine dritten Spiele. „Ich wünsche mir, mich mit einer Medaille bei all denen bedanken zu können, die mir diesen Start ermöglicht und ihr Vertrauen in mich gesetzt haben“, formuliert er seine anspruchsvollen Ziele.
Dazu baut er voll und ganz auf die Worte seiner Trainerin, die behauptet, dass er sich im Wettkampf noch steigern könne. Reumütig räumt Sebastian dabei auch eine Schwäche ein: „Ich bin im Training hin und wieder mal etwas faul.“ Die Motivation der Paralympics-Medaille wird ihn sicher davor bewahren.
Nach den Spielen wird Sebastian sich dann wieder voll auf sein Studium, aber auch schon auf London 2012 konzentrieren.
Text und Foto: Birgit Arendt
| 2000 | Teilnehmer Paralympics |
| 2004 | 3. Platz Paralympics |
| 2006 | Internationaler Deutscher Meister |