| Geboren am: | 31.08.1985 |
| Größe: | 1,92 m |
| Beruf: | Polizeimeisteranwärter bei der Bundespolizei |
| Graduierung: | 2. Dan |
| Aktiv seit: | 1992 |
| Trainer: | Andreas Reeh, Oliver Rychter, Frank Wieneke, Daniel Gürschner |
| Verein: | TSV Hertha Walheim |
| 1. Trainer: | Horst Bruns |
| 1. Verein: | Koriuchi Emsdetten |
Er musste am längsten auf seine Nominierung für Olympia warten. Zwar hatte Benjamin Behrla Anfang April in Lissabon die Nerven behalten und mit der Bronzemedaille auch gleichzeitig den deutschen Olympia-Startplatz erkämpft. Aber da ist auch noch der Routinier Michael Jurack, der in Athen bereits Bronzegewinner war und in der Rangliste unmittelbar auf dem nächsten Platz stand.
Bundestrainer Frank Wieneke fiel die Wahl sehr schwer. Der junge Wilde einerseits, der jeden der Allerbesten zu schlagen imstande ist, andererseits der routinierte und erfahrende Judo-Fuchs Michael Jurack. Es war eine Millimeter-Entscheidung auf der Ziellinie und letztlich hat sich Trainer Wieneke für den in diesem Jahr kontinuierlich erfolgreichen jungen Benjamin Behrla entschieden. „Der Trainer meinte, ich hätte dieses Jahr mehr Leute aus der Weltklasse geschlagen und wäre der bessere Kämpfer im Übergang Stand/Boden“ gibt Benjamin eine Begründung für die Entscheidung.
Für ihn ist eine Riesenlast abgefallen. „Der Start bei den Olympischen Spielen, das war in all den Jahren mein großer Traum, dafür hab ich hart trainiert. Nun wird dieser Traum für mich Wirklichkeit.“ ist Benjamin noch immer außer sich vor Freude.
Er hat bereits mit drei Jahren das erste Mal auf einer Judo-Matte gestanden. Zunächst trainierte er bei Koriouchi Emsdetten, später dann viele Jahre bei Judo Mugen Gronau unter dem Trainer Bart Rossy.
Nunmehr startet er in der Bundesliga für die Sportunion Witten-Annen und im Einzel bei seinem derzeitigen Wahlverein Hertha Walheim.
Vor drei Jahren begann er seine Ausbildung als Polizeimeister bei der Bundespolizei in Cottbus. Er hat somit Idealbedingungen für den Leistungssport. Lediglich drei bis vier Monate im Jahr muss er an den Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen und trainiert dann am Bundesstützpunkt Frankfurt (Oder), die restliche Zeit des Jahres kann der Wahlkölner in der Obhut des Bundestrainers in Köln trainieren. Idealerweise hat er sich zur intensiven Vorbereitung auf Olympia nun auch ein Jahr freistellen lassen und kann sich voll und ganz dem Sport widmen.
In seiner Freizeit ist Benjamin Behrla gern mit Freunden unterwegs, geht shoppen, reist und kocht gern. Aber natürlich ist Musik hören und Filme schauen auch bei ihm eine beliebte Freizeitbeschäftigung und etwas Besonderes liebt er: laaange duschen!
Welche Erwartungen gibt es für Olympia? „Ein Mega-Großereignis mit super Stimmung, Essen an das man sich gewöhnen muss, aber sonst ein Turnier wie jedes andere.“ Umschreibt er erst mal die Hoffnungen für die Stimmung in Peking und nimmt die Besonderheit dieses Ereignisses heraus. „Aber ich fahre nicht als Tourist nach Peking. Eine Olympische Medaille wäre schon das Nonplusultra“ gibt er selbstbewusst zu verstehen und wird sich bestmöglich auf seinen Wettkampf vorbereiten.
Pekingtagebuch:
Die Eltern von Benjamin Behrla haben sich die Mühe gemacht, in Peking ein Tagebuch zu führen. Dieses können Sie hier einsehen: Tagebuch
Fotos: Falk Scherf
| 2008 | 3. Platz Europameisterschaften in Lissabon |
| 2006 | 3. Platz Europameisterschaften U23 in Moskau Deutscher Meister in Esslingen |
| 2004 | 3. Platz Weltmeisterschaften der Junioren in Budapest |

wie Luke Skywalker aus Star Wars -
1. weil die Filme Kult waren bzw. noch immer sind, und 2. weil er ein Lichtschwert hatte.