| Geboren am: | 02.06.1984 |
| Größe: | 1,63 m |
| Beruf: | Studentin - Lehramt Sport/Deutsch |
| Graduierung: | 3. Dan |
| Aktiv seit: | 1994 |
| Trainer: | Wolf-Rüdiger Schulz |
| Verein: | TSG Backnang |
| 1. Trainer: | Gerd Lamsfuß |
| 1. Verein: | TSG Backnang |
| (OSP-)Pate: | Marc Meiling (unter anderem Vize-Olympiasieger) |
Lange Zeit war die Olympia-Qualifikation in der 48-Kilo-Klasse unsicher. Als Europameisterschafts-Dritte von 2006 machte Michaela Baschin zwar schon mit 21 Jahren recht frühzeitig auf sich aufmerksam, kam aber 2007 in der ersten Phase der Olympia-Qualifikation nur recht mühselig in Fahrt. Auch zur Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro musste sie nach ihrem verlorenen Auftaktkampf die Koffer packen und erreichte nicht die so sehr erhoffte Platzierung für das Direktmandat für Peking.
Um so intensiver und erfolgreicher begann das Jahr 2008. Michaela Baschin kämpfte innerhalb von nur sechs Wochen fünf Welt-Cups und erreichte immer einen Medaillenrang. Dieses Punktekonto verschaffte ihr dann bereits Anfang März die Gewissheit der Qualifikation über die Europa-Rangliste. Um eine Regeneration von den Wettkampf-Strapazen zu erreichen, verzichtete sie dann letztendlich auch auf die Europameisterschaft, von der keinerlei Gefahr mehr auf den Ranglistenplatz ausging.

Michaela Baschin begann 1991 mit sieben Jahren mit Judo, nachdem sie durch Freundinnen animiert wurde und sie neben Tischtennisspielen einen Ausgleich suchte. „Als bewegungshungriges Kind kam mir diese Sportart sehr gelegen, ich hatte Spaß und Judo forderte mich.“ Beschreibt sie die Motivation für diese Sportart.
Und ihr Heimtrainer Gerd Lamsfuß hat es immer wieder geschafft, diese Motivation aufrecht zu erhalten und ihre Freude am Judo weiter wachsen zu lassen.

„Ich habe als Kind und Jugendliche Judo nur zum Spaß gemacht. Ich hatte endlich etwas gefunden, bei dem mein ganzer Körper beansprucht wurde.“ Denkt sie an die ersten Trainingsjahre zurück. Als sie jedoch 1999 erstmals an einer Deutschen Meisterschaft teilnahm und gleich Dritte wurde war sie stolz auf diese Leistung. Letztendlich ging diese Leistung jedoch im Verein unter, da es da noch eine Erstplatzierte gab. „Da hab ich zum ersten Mal begriffen, dass es besser ist ganz oben zu stehen und ich habe mir geschworen, wenigstens einmal Deutsche Meisterin zu werden.“ Sicher war das der Grundstein, dass sie sich wirklich ernsthaft mit Judo auseinander gesetzt hat und sich langsam eine leistungssportliche Ausrichtung in dieser Sportart entwickelt hat. Nun ist sie auch bereits dreifache Deutsche Meisterin.
Mittlerweile trainiert die Backnangerin meist am Leistungsstützpunkt Sindelfingen bei Landestrainer Wolf-Rüdiger Schulz. Ihr kommt dabei entgegen, dass sie an der Universität Stuttgart Lehramt für Sport und Deutsch studiert und mit ihrer Studentenwohnung zwischen Stuttgart und Sindelfingen günstige Bedingungen für die Verbindung von Studium und Sport hat.
Im Sommersemester 2007 merkte sie jedoch, dass die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft und andere sportliche Höhepunkte nur schwerlich mit ihrem hohen Anspruch, auch im Studium Höchstleistungen zu bringen, vereinbar ist. „So hatte ich für meinen Traum von Olympia zwei Urlaubssemester beantragt und auch bewilligt bekommen. Ich denke das war eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte.“ zieht sie für sich ein positives Fazit.
Michaela Baschin ist eine quirlige junge Dame mit dem Herzen und vor allem dem Mundwerk auf dem rechten Fleck, sie schreibt hinreißend Tagebuch auf ihrer Internetseite und genießt die wenige Zeit, die ihr neben dem umfangreichen Trainingsplan bleibt äußerst gern in ihrer Familie. Die gibt ihr Halt, nimmt sie so wie sie ist und sie tankt dort Kraft, Ruhe und Geborgenheit. „Wir machen gute alte Brettspiel-Abende in der Familie, ich lese für mein Leben gern und wenn die Zeit reicht, schau ich fern, geh ins Kino oder mach einen DVD-Abend. Ich liebe Filme!“ beschreibt sie ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen.
Sportlich liegen ihre Stärken in der Schnelligkeit und der Ausdauer. „Man sagt mir nach, dass ich wohl auch eine passable Bodenkämpferin bin“ verrät sie schmunzelnd.
Ihre Schwächen? – nach einem Moment des Räusperns offenbart sie: „Kraft… und vermutlich manchmal mein Kopf“. Sie weiß woran sie noch arbeiten muss.
Ein direktes Vorbild hatte Michaela Baschin nicht unbedingt. Für sie war es eher der Gedanke: „Ich will auch bei Olympia starten!“ Das kam vor allem, als sie sehr bewusst Judo bei Olympia 2004 im Fernsehen verfolgt hat. „Aber in den darauf folgenden Jahren hätte ich niemals daran gedacht, dass ich es wirklich schaffen könnte.“
Ihre Erwartungen für Olympia formuliert sie in Anbetracht einer scheinbar übermächtigen asiatischen Konkurrenz sehr diplomatisch: „Dass ich es geschafft habe hinzukommen ist schon ein riesiger Erfolg für mich. Alles was jetzt kommt, wäre eine Zugabe. Aber natürlich träumt man davon mehr zu erreichen als nur die Teilnahme.“
Egal wie es ausgeht, nach Olympia wird sie erst einmal Urlaub machen. „Aber wahrscheinlich nicht zu lange, denn dann geht ja das Studium wieder los. Und da sollte ich dann richtig ranklotzen.“ Gibt sie sich die nächsten Ziele bereits vor.
Text: Birgit Arendt
Fotos: Birgit Arendt, Falk Scherf (ganz unten)
| 2007 | Teilnehmerin Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro 5. Platz Europameisterschaften in Belgrad |
| 2006 | Internationale Deutsche Meisterin 3. Platz Europameisterschaften in Tampere |
| 2005 | Deutsche Meisterin |
| 2004 | Deutsche Meisterin |

Mein Ehrgeiz und der Traum an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Wobei mein Trainer Wolf-Rüdiger Schulz ganz genau weiß, wo er mich an meinem Ehrgeiz packen muss, damit mein Training optimal verläuft und mich so vielleicht noch ein Stückchen weitertreibt, wie ich selbst es getan hätte.
Ist das eine Fangfrage? Mein Hintern *lach* Spaß!!!
Nein Ernst jetzt, mein Wille nicht aufzugeben, egal wie schlimm es ist und wie sehr es schmerzt, durchzuhalten, auch wenn man denkt, dass es nicht mehr geht.
Meinen ersten Deutschen Meistertitel.
Sollte man da nicht lieber die fragen, die mir was nachsagen? ;-) Vermutlich: Wenn man sie erst Mal kennt, ist sie eigentlich ganz umgänglich - und das man nicht alles Ernst nehmen darf, was aus meinem frechen Mund gepurzelt kommt.
Dass ich manchmal fauler bin als mir lieb ist.
Da gibt es verschiedene Arten und alle führen zum selben Ergebnis. Zum einen liebe ich es mich in der Sauna zu entspannen, zum anderen genieße ich aber auch gerne ein gutes Buch zu lesen und die Ruhe, die mich dabei umgibt. Noch eine Variante ist ein kühles Radler und ein guter Film.
Eine Heldin. Stark, unbesiegbar, mit außergewöhnlichen Kräften, unterwegs im Auftrag des Guten, immer zu Stelle, wo ein Unrecht geschieht und um dann natürlich die bösen Jungs zu vermöbeln und einzubuchten.
Ein gutes Essen.
"Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." Berthold Brecht
"Es ist keine Schande hinzufallen, aber es ist eine Schande, einfach liegen zu bleiben." Theodor Heuss