| Geboren am: | 29.12.1980 |
| Größe: | 1,68 m |
| Beruf: | Fernstudium Sportmanagement |
| Graduierung: | 5. Dan |
| Aktiv seit: | 1987 |
| Trainer: | Axel Kirchner |
| Verein: | UJKC Potsdam |
| 1. Trainer: | Axel Schulz |
| 1. Verein: | JV Ludwigsfelde |
Seit ihrem Olympiasieg vor vier Jahren ist Yvonne Bönisch die Gejagde. Nach zwei Vize-Weltmeistertiteln wollte sie in Rio de Janeiro alles perfekt machen und auch dort mit einem Medaillenplatz die Olympiaqualifikation sichern. Dass es letztendlich nichts wurde und „nur“ Platz sieben heraussprang, lag vor allem an einer nicht ganz optimalen Vorbereitung. Yvonne hatte sich im Vorfeld einen Bänderriss zugezogen und war sowohl in der letzten Trainingsphase als auch noch zur WM gehandicapt.

Nichts desto trotz sicherte sie sich schnell entsprechende Punkte in den Welt-Cups, sodass sie bereits in der letzten Qualifikationsphase beruhigt auf das Punktekonto schauen konnte und die Qualifikation nicht mehr gefährdet war.
Sie ist eine der wenigen Sportler der deutschen Olympia-Delegation, die als Titelverteidigerin nach Peking reist. Dies ist sicher eine zusätzliche Bürde, mit der sie sowohl im Vorfeld als auch dann in Peking leben muss.
Yvonne Bönisch probierte sich einst in vielen Sportarten aus. Neben Judo, mit dem sie bereits mit sechs Jahren begann, turnte sie und war Leichtathletin (800m-Lauf). Ihr jetziger Trainer Axel Kirchner entdeckte sie und sie ging ab der 7. Klasse vom heimischen Ludwigsfelde nach Potsdam ins Internat und konzentrierte sich auf Judo. Damit begann auch ihre leistungssportliche Ausrichtung auf diese Sportart.

Die Entwicklung ging von da an rasant. „Mit 15 wollte mich Bundestrainer Norbert Littkopf bereits für die EM U19. „Es war ein Versuch. Ich habe ein Mal gewonnen und zwei Mal verloren.“ Erinnert sie sich an diese Zeit.
Im letzten Juniorenjahr wurde sie dann bereits Deutsche Meisterin bei den Frauen.
Mittlerweile ist Yvonne mit ihren Erfolgen gewachsen, geht erfreulich locker und entspannt mit den Medien um und die betreibt ihren Sport mit einer unglaublichen Professionalität. In der Olympiavorbereitung überlässt sie nichts dem Zufall. Auch ein dreiwöchiger Trainingsaufenthalt im Juni in Japan gehört dazu.
Beruflich absolviert sie derzeit ein Fernstudium im Bereich Sportmanagement. Sie ordnet derzeit alles den Spielen unter und wird die Zukunft danach in Ruhe planen. „Die Frage ist ja, wie lange bleibt man dem Judo noch treu, wann beginnt der Sprung ins Berufsleben…?“ Sicher wird sie das nach ihrem großen Tag am 11. August 2008 genauer sagen können. „Erst mal mach ich aber nach Olympia einen ausgiebigen Urlaub, um Erlebtes zu verarbeiten und mir neue Ziele zu setzen“.
In ihrer Freizeit gibt es viele Hobbys. Sie schwärmt fürs Reisen. Aber auch Lesen, Shoppen und Kochen sind beliebte Beschäftigungen in der wenigen freien Zeit.
Was nimmt sich eine Olympiasiegerin für die nächsten Spiele vor? „Am Abend des 11. August möchte ich sagen können, dass ich alles gegeben habe und mit dem Ergebnis zufrieden bin“ gibt sie diplomatisch zu verstehen.
Text und Fotos: Birgit Arendt
| 2007 | 7. Platz Weltmeisterschaft Vizeeuropameisterin |
| 2006 | 7. Platz Europameisterschaften |
| 2005 | Vizeweltmeisterin |
| 2004 | Olympiasiegerin |
| 2003 | Vizeweltmeisterin |
| 2002 | Vizeeuropameisterin Deutsche Meisterin |
| 1999 | Deutsche Meisterin |
| 2005 | Silbernes Lorbeerblatt Ehrenbürgerin der Stadt Athen |
| 2004 | Verleihung des 5. Dan SportStar Awards Eurosport Goldene Ehrennadel des Deutschen Judo-Bundes Brandenburgs Sportlerin des Jahres Europas Judoka des Jahres 9. Platz Deutschlands Sportlerin des Jahres |
